Nachrichten zum Jahresende 2015

Die politische Situation in Nepal ist immer noch angespannt. Seit Wochen sind verschiedene Grenzübergänge nach Indien von Rebellen blockiert. Somit können wichtige Lieferungen wie Benzin, Gas, Lebensmittel nicht ins Land gebracht werden. Tausende LKW mussten umkehren. Auch in unserem Kloster ist das natürlich zu spüren: Die Lebensmittelpreise haben sich verdreifacht, gekocht werden muss im Freien mit Holz. Alle beten und hoffen, dass sich diese Situation endlich entspannt.Foto 124 Kochen mit Holz_12_2015 Foto 123 Holz für Küche
Mit dem wenigen Baumaterial, das noch verfügbar ist, gehen die Ausbesserungsarbeiten weiter.
Foto 117 Renovierung_12_2015
Die Nonnen sind eifrig dabei, sich auf die jährlichen Prüfungen vorzubereiten.Foto 120 Lernen_Prüfung2_12_2015 Foto 119 Lernen_Prüfung1_12_2015 Foto 118 Lernen_Prüfung4_12_2015
Die 3 Schwestern, die Lama Gondup Anfang Dezember aufgenommen hat, fühlen sich schon wohl.
Foto 121 3 Schwestern
Zurzeit finden an der Stupa in Boudha die jährlichen Gebete für den Weltfrieden statt. Auch die Nonnen unseres Kloster beteiligen sich an diesem bedeutenden Ereignis, schrieb Khenpo Karma Yeshe. Diese Gebete sollen allen Mitgliedern, Patinnen und Paten und Unterstützern des Buddha Tara Förderkreises ein langes Leben und Frieden bringen.

Foto 125 Friedensgebet Boudha2
Diesen Wünschen schließen wir uns an. Auch wir alle vom Buddha Tara Förderkreis danken für eure Unterstützung und wünschen euch ruhige, friedliche Festtage und einen guten Start in das Jahr 2016.

Grenzübergänge nach Indien seit Wochen weitgehend blockiert

Zwei Volksgruppen, die nördlich und südlich der Grenze sowohl in Indien als auch in Nepal leben, demonstrieren gegen die neue Verfassung. Sie fühlen sich als Minderheiten unterdrückt. Nepal ist vollkommen abhängig vom großen Nachbarn im Süden, von dort bezieht das Land seinen Treibstoff und die meisten anderen überlebenswichtigen Güter. Auch das Nonnenkloster leidet unter dieser Krise, denn die Preise für die meisten Güter (Benzin, Baumaterialien und Lebensmittel) sind um das 3fache gestiegen. Das haben auch Freunde, die kürzlich aus Kathmandu zurückgekommen sind, bestätigt.

Nach dem Monsun

Es hat endlich aufgehört zu regnen. Der Monsun hat auch beim Kloster Schäden angerichtet. So ist ein Hang neben dem Tempelneubau abgerutscht. Das musste schnell repariert werden. Da waren alle Hände gefragt.

1200 - Monsun 1.2Am Hauptgebäude sind nun schon Gerüste aufgebaut, um die Risse, die das Erdbeben verursacht hat, zu reparieren.

1200 - Monsun 1.1Auch im Tempel sind die jungen Künstler wieder fleißig am Werk.

Ende Oktober fliegen Freunde nach Nepal und haben schon Briefe von Paten und Patinnen eingepackt. Wir sind gespannt auf ihren Bericht und neue Bilder.

Vorwort

Hervorgehoben

Liebe Besucherin, lieber Besucher, liebe Patin und lieber Pate,

in diesem Blog findest Du immer wieder aktuelle Beiträge aus dem Leben des Klosters.
Auf diese Weise kannst Du ein wenig am Leben im Kloster teilnehmen. Die Beiträge sind in chronologischer Reihenfolge sortiert; der neueste Beitrag ist immer oben. Wenn Du auf ein Bild klickst, so wird dieses in einem neuen Tab vergrößert dargestellt. Eine Zahl in der Sprechblase oben rechts weist auf einen Kommentar hin. – Mehr Infos findest Du auch bei den Presseartikeln. Wir freuen uns über Deinen Kommentar zu den Beiträgen.
Die Besuchsberichte findest Du hier

Unterricht – neuer Lehrplan

In Nepal regnet es zur Zeit heftig, und alle hoffen und beten, dass es nicht zu Erdrutschen und weiteren Schäden an den Gebäuden kommt. Eine wichtige Neuerung: Auf unseren dringenden Wunsch hin wird der Lehrplan für die Nonnen geändert und ergänzt. Es wird mehr Englisch-, Mathematik- und Nepaliunterricht geben. Das ist vor allem für die Mädchen wichtig, die vielleicht nach Jahren – aus welchem Grund auch immer – das Kloster verlassen. Das bedeutet für uns, dass wir die Mittel für das Gehalt von 1 oder 2 weiteren Lehrerinnen aufbringen müssen, da die Nonnen ja schon auf ganz unterschiedlichem Wissensstand sind.

1200 - Unterr_Sept_2015

Außenarbeiten

Liebe Freundinnen und Freunde unseres kleinen Nonnenklosters,

es gibt neue Nachrichten aus Nepal. Es sind gute Nachrichten, deshalb möchte ich diese auch gleich an euch weitergeben.

Lama Gondup konnte – auch mit euren Spenden – Material kaufen und einige Helfer bezahlen, um vor dem Monsun die wichtigsten Risse in den Mauern und im Fundament abzudichten. Wie immer ist er selbst jeden Tag aktiv auf der Baustelle. Der Monsun ist bis jetzt noch nicht so heftig, tagsüber ist es oft sonnig und nachts regnet es. Die Nonnen schlafen nun alle wieder in ihren Zimmern, und auch der Unterricht muss nicht mehr im Freien stattfinden. Die endgültigen Reparaturen können natürlich erst nach der Regenzeit in Angriff genommen werden. Da kommt dann noch einiges an Kosten auf das Kloster zu.

Es gibt zwar immer noch kleinere Nachbeben, aber das ist wohl „normal“ in Nepal.

Es sind ja mehrere Nonnen spontan nach dem 2. Erdbeben in ihre Dörfer gefahren, um ihren Familien zu helfen. Inzwischen sind sie bis auf 1 Mädchen alle wieder zurück.

Wir haben auch schon die Ankündigung erhalten, dass demnächst Neuzugänge zu erwarten sind, für die wir dann natürlich Patinnen und Paten suchen werden.

Lama Gondup, Khenpo Karma Yeshe und alle Nonnen bedanken sich bei euch für eure Unterstützung und schließen euch täglich in ihre Gebete ein.

Außenarbeit

Situation des Klosters im Juni

Liebe Patinnen und Paten, liebe Spenderinnen und Spender,

Die derzeitige Situation ist, dass die Nonnen immer noch in Zelten schlafen, an den Gebäuden müssen dringend viele Risse – vor allem an den Fundamenten – vorrangig ausgebessert werden, damit die Schäden durch die nun stattfindenden Monsunregen nicht noch größer und gefährlicher werden.  Auch die Rituale und der Unterricht finden im Freien statt. (Nur die Kleinsten wurden provisorisch in einem sicheren Raum untergebracht). Die Menschen in Nepal müssen damit rechnen, dass die Erde noch weitere 3-4 Monate immer wieder beben wird. Das konnten wir auch einem Bericht entnehmen, den uns eine Patin weitergeleitet hat. Ein Bekannter ist zu Hilfe vor Ort in den abgelegenen Gebieten und berichtete von einem Nachbeben in der Stärke 4,4  und auch von der panikartigen Reaktion der Dorfbewohner, die alles verloren haben. Viele unserer Mädchen kommen ja auch aus diesen Regionen. Wir sind froh, dass diejenigen, die nicht spontan nachhause gefahren sind, um zu helfen, im Kloster aufgefangen und liebevoll betreut werden. Denn auch sie sind sicher verängstigt.

Bericht-06-2015-800px