Wir sind sehr traurig

Nils Römmer ist am 7. Juni überraschend gestorben. Er ist oft nach Nepal gereist, einmal auch mit seinen beiden Söhnen, um ihnen das Land, das er so sehr geliebt hat, zu zeigen. Wir besuchten auch mehrmals zusammen mit ihm unser kleines Kloster. Die beiden Nonnen, die er als Pate begleitet und unterstützt hat, vermissen ihn sehr.  Mit Lama Gondup, Khenpo Karma Yeshe und den anderen Nonnen beten sie täglich für ihn und seine Kinder.

Nils fehlt uns. Wir behalten ihn als immer freundlichen, humorvollen, hilfsbereiten und mitfühlenden Freund in Erinnerung.

Nils mit seinen beiden Eseln Paula und Pedro und der Hündin Luka (800)

Nils mit seinen beiden Eseln Paula und Pedro und der Hündin Luka

Das neue Schuljahr hat begonnen

Nachdem nun fast alle Nonnen aus dem Urlaub bei ihren Familien wieder im Kloster sind, haben auch unsere 2 neuen Lehrerinnen ihre Arbeit aufgenommen. Hier stellen sie sich selbst vor:

Wir heißen:
Bipana Tamang
Bipana Tamang

und Puja Sheresta
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Wir sind beide 19 Jahre alt und studieren im NCTTM (Nepal College of Travel and Tourism Management) Kathmandu in Klasse 13. Bipana wohnt in Kopan, 20 Minuten vom Kloster entfernt, Puja wohnt in Mulpani und braucht 90 Minuten, um das Kloster von zuhause aus zu erreichen. Es ist eine große Freude, die Nonnen zu unterrichten, sie sind so nett.

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Nepali-Unterricht1 (1024) Nonnen_Lehrerinnen (1024)
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Wir sind sehr froh und bedanken uns bei den Spendern des BTF ganz besonders dafür, dass wir die Gelegenheit haben, hier im Kloster als Lehrkräfte zu dienen und so Erfahrungen sammeln zu können. Wir unterrichten jeden Tag insgesamt 3 Stunden an 5 Tagen in der Woche in 3 Klassen die Fächer Englisch, Nepali und Mathematik. In der Grundstufe sind es 26, in der 2. Stufe 10 und in der 3. Stufe 6 Schülerinnen. Wir bemühen uns, unser Allerbestes für die Ausbildung der Nonnen zu geben. Pro Monat erhalten wir 4500 Nepali Rupees. Vielen Dank.

Herzliche Grüße
Bipana Tamang und Puja Sheresta

beide Lehrerinnen2 (1024)

Hier noch ein paar genauere Infos:

Die beiden Studentinnen sind am NTTCM am Vormittag von 5 bis 11 Uhr. Dann, nach dem Mittagessen gehen sie ins Kloster und unterrichten von 13 bis 16 Uhr. Die Unterstufe mit 26 Schülerinnen unterrichten sie gemeinsam, was auch Sinn macht. Die Fortgeschrittenen werden je nach Leistungsstand getrennt unterrichtet. Wir haben eine großzügige Spende für Unterrichtsmaterial bekommen (lieben Dank, Michaela), so dass Hefte, Schreibutensilien usw. angeschafft werden konnten.
Saga Dawa

Im Mai feiern die Buddhisten in aller Welt das Vesakh-Fest, in Tibet Saga Dawa genannt. Es ist wohl das bedeutendste Fest in Tibet. Der Saga-Dawa Tag ist der heiligste Tag im Land, denn gleich drei bedeutende Ereignisse sind zu feiern: Die Geburt des historischen Buddha, – Siddhartha Gautama, auch Buddha Shakyamuni genannt -, dessen Tod sowie seine Erleuchtung, der Eintritt ins Nirwana. Traditionell werden in unserem Kloster an 3 Tagen im festlich geschmückten Gebetsraum Pujas zelebriert mit viel Blumen, Butterlampen und süßem Wasser.

Saga_Dawa_Gebetsraum1 (1024)

Ihre Gebete widmeten sie dem Weltfrieden und der Befreiung aller Wesen vom Leiden, aber auch besonders allen Sponsoren für ein friedliches, glückliches, langes Leben.

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Frühlingsgrüße

Liebe Freundinnen und Freunde des
Kunsang Choling Nonnenklosters,

unsere Botin Bärbel ist vor 1 Woche in Nepal angekommen und hat gleich am Tag nach ihrer Ankunft unser Kloster besucht. Sie schreibt, dass die Erdbebenschäden am Wohngebäude der Nonnen repariert sind. Die beiden Solaranlagen haben keinen Schaden genommen. Jetzt ist es wichtig, dass die große Stützmauer aufgebaut und gesichert wird. Die Felder sind saniert, und ein großes neues Kartoffelfeld wurde angelegt.

Kartoffelfeld_neu (1024)

Die Prüfungen sind abgeschlossen, alle Nonnen haben bestanden und die Ergebnisse sind im 1. Drittel zu finden. Die Resultate wurden in einem Festakt bekanntgegeben, die Zeugnisse verteilt, und die 3 Besten bekamen einen Preis. Die Freude ist groß, und zum Abschluss gab es ein Picknick in einem Park in der Nähe von Kathmandu. Hier ein paar Fotos:

Klicke auf das Foto und Du erhältst eine vergrößerte Darstellung
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Inzwischen sind auch die meisten der Nonnen, die nach den Prüfungen ihre Familien besuchen konnten, wieder im Kloster. Die junge Lehrerin, die im letzten Jahr Mathematik, Englisch und Nepali unterrichtet hat, arbeitet nicht mehr bei uns. Wir sind sehr glücklich, dass Lama Gondup unseren Vorschlag, den Unterricht auszuweiten, gern aufgegriffen hat. Es wurden bereits 2 Lehrerinnen in Vollzeit eingestellt. Ein herzliches Dankeschön allen, die sich bis jetzt schon bereit erklärt haben, mit einem Beitrag einen Teil des Gehaltes für die 2. Lehrkraft für 1 Jahr zu finanzieren. Wir sind optimistisch, dass der fehlende Betrag auch noch zusammenkommen wird. Ulmer Unterstützerinnen und eine Freundin in meiner Berliner Hausgemeinschaft finanzieren die andere Lehrerin. Wunderbar!!

Alle Mädchen, die neu aufgenommen wurden, kommen aus den vom Erdbeben betroffenen Gebieten. Die Familien haben alles verloren und wohnen immer noch in Zelten.

Wir alle vom Buddha Tara Förderkreis wünschen euch schöne, sonnige und friedliche Frühlingstage.

Wolfgang Grader ist zurück aus Nepal

Wolfgang hat neben anderen Projekten natürlich auch unser kleines Kloster besucht, das ihm als Mitglied am Herzen liegt.

Lama Gondup, Wolfgang Grader, Khenpo Karma Yeshe (v.r.) (1024)
Lama Gondup, Wolfgang Grader, Khenpo Karma Yeshe (v.r.)

Seinen Bericht und Fotos, die er mitgebracht hat, findest du hier.

Neben 4 Nonnen, die im November zu uns kamen, baten vor ein paar Tagen 3 weitere Mädchen um Aufnahme. Sie kommen aus der abgelegenen Solu-Sherpa-Region. Ihre Familien haben beim Erdbeben alles verloren und wohnen immer noch in Zelten. Für sie alle suchen wir noch Paten/Patinnen.

Nach den jährlichen Examen sind nun einige der Nonnen für 4 Wochen nachhause gefahren, um ihren Angehörigen zu helfen. Wenn sie zurückkommen, fängt der Unterricht wieder an. Wir hoffen immer noch, dass es uns möglich sein wird, eine ausgebildete Lehrerin für die Oberstufe einzustellen. Das ist aber nur möglich, wenn die Finanzierung (100 €/Monat) für 1 Jahr gesichert ist. Vielleicht finden sich Sponsoren, die uns dabei helfen wollen. Mehrere kleine Beträge sind willkommen.

Schlechte und gute Nachrichten

Die schlechte Nachricht ist, dass die politische Lage unverändert ist. Seit Monaten war die Grenze zu Indien praktisch geschlossen, so dass Lastwagen mit dringend benötigten Gütern, wie z. B. Benzin, Gas und auch Lebensmitteln, nicht nach Nepal fahren konnten. Lebensmittel konnten zwar gekauft werden, aber zu stark überhöhten Preisen. Seit dem 6. Februar wurde nun diese Sperre gelockert. Es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis sich die Versorgung wieder einigermaßen normalisiert hat. Da die Rebellen jedoch weitere Proteste gegen die neue Verfassung angekündigt haben, müssen die Menschen auch in naher Zukunft immer wieder mit Engpässen bei den Lieferungen rechnen.

Mit einem Klick auf die Fotos erhältst Du eine größere Ansicht, in welcher man dann auch weiterblättern kann. Über ein (blasses) Kreuz oben links kommst Du zurück zur Übersicht.

Die Prüfungen erstreckten sich über 3 Wochen, starteten am 15. Januar, und in den letzten 3 Tagen waren auch die Fächer Englisch, Mathematik und Nepali zum ersten Mal Prüfungsstoff.

Nun haben die Nonnen 4 Wochen Ferien. Einige fahren zu ihren Familien, um mit ihren Angehörigen das tibetische Neujahrsfest zu feiern. Viele bleiben aber auch im Kloster, da die Entfernungen zu groß sind.

Eine Nonne, Ani Chodon, aus einem Kloster in Mussoorie (Indien) hat 1 Jahr lang buddhistische Philosophie unterrichtet. Sie wird nun nach den Prüfungen in ihr Kloster zurückkehren.

Ani Chodon

Lama Gondup wird sich bemühen, einen Ersatz zu bekommen. Es ist uns wichtig, dass für die fortgeschrittenen Schülerinnen eine gut ausgebildete Lehrerin für die Fächer Englisch, Mathematik und Nepali eingestellt wird. Das Gehalt beträgt 100 €/monatlich. Wir hoffen, dass wir Unterstützer finden, die gemeinsam den monatlichen Betrag von 50 € für mindestens 1 Jahr spenden. Die andere Hälfte ist uns schon von einer Patin zugesichert. Herzlichen Dank.

Nachrichten zum Jahresende 2015

Die politische Situation in Nepal ist immer noch angespannt. Seit Wochen sind verschiedene Grenzübergänge nach Indien von Rebellen blockiert. Somit können wichtige Lieferungen wie Benzin, Gas, Lebensmittel nicht ins Land gebracht werden. Tausende LKW mussten umkehren. Auch in unserem Kloster ist das natürlich zu spüren: Die Lebensmittelpreise haben sich verdreifacht, gekocht werden muss im Freien mit Holz. Alle beten und hoffen, dass sich diese Situation endlich entspannt.Foto 124 Kochen mit Holz_12_2015 Foto 123 Holz für Küche
Mit dem wenigen Baumaterial, das noch verfügbar ist, gehen die Ausbesserungsarbeiten weiter.
Foto 117 Renovierung_12_2015
Die Nonnen sind eifrig dabei, sich auf die jährlichen Prüfungen vorzubereiten.Foto 120 Lernen_Prüfung2_12_2015 Foto 119 Lernen_Prüfung1_12_2015 Foto 118 Lernen_Prüfung4_12_2015
Die 3 Schwestern, die Lama Gondup Anfang Dezember aufgenommen hat, fühlen sich schon wohl.
Foto 121 3 Schwestern
Zurzeit finden an der Stupa in Boudha die jährlichen Gebete für den Weltfrieden statt. Auch die Nonnen unseres Kloster beteiligen sich an diesem bedeutenden Ereignis, schrieb Khenpo Karma Yeshe. Diese Gebete sollen allen Mitgliedern, Patinnen und Paten und Unterstützern des Buddha Tara Förderkreises ein langes Leben und Frieden bringen.

Foto 125 Friedensgebet Boudha2
Diesen Wünschen schließen wir uns an. Auch wir alle vom Buddha Tara Förderkreis danken für eure Unterstützung und wünschen euch ruhige, friedliche Festtage und einen guten Start in das Jahr 2016.

Grenzübergänge nach Indien seit Wochen weitgehend blockiert

Zwei Volksgruppen, die nördlich und südlich der Grenze sowohl in Indien als auch in Nepal leben, demonstrieren gegen die neue Verfassung. Sie fühlen sich als Minderheiten unterdrückt. Nepal ist vollkommen abhängig vom großen Nachbarn im Süden, von dort bezieht das Land seinen Treibstoff und die meisten anderen überlebenswichtigen Güter. Auch das Nonnenkloster leidet unter dieser Krise, denn die Preise für die meisten Güter (Benzin, Baumaterialien und Lebensmittel) sind um das 3fache gestiegen. Das haben auch Freunde, die kürzlich aus Kathmandu zurückgekommen sind, bestätigt.