Was lange währt… unser Bericht zur Reise ins Kloster im November 2025

Endlich ist der Reisebericht unseres letzten längeren Besuchs im Kloster fertig. Nun können auch alle, die den Online-Reisebericht im Frühjahr verpasst haben, nachlesen, welche Erlebnisse und Erfahrungen uns während unseres Aufenthalts beeindruckt haben:


Eine Tara Puja für das lange Leben von Lama Gondup…

…und für die Gesundheit und das Glück der Mädchen und Frauen in „unserem“ Kloster in Kathmandu.

Das war unsere ganz spontane Idee, als wir zwei Vorstandsfrauen, Helke und ich, im November/ Dezember in unserem Herzenskloster in Kathmandu waren. Für Helke war es das erste Mal und sie war ganz schön gespannt, was sie dort so erwarten würde, denn ich hatte ihr von meinen letzten beiden Reisen immer wieder begeistert und berührt berichtet.

Und gleich zu Beginn erzählte uns der 76-jährige Lama Gondup, der uns beide mit seiner gütigen, ruhigen und weisen Ausstrahlung tief berührte, einmal wieder von seinem tiefen Wunsch und der Hoffnung, dass der Buddha Tara Förderkreis das Kloster hoffentlich weiterhin unterstützen wird… auch wenn er irgendwann einmal nicht mehr unter uns weilen wird.

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Da fragten wir ihn, ob wir denn für ihn und die Nonnen eine Langlebens-Tara-Puja machen dürften – in der Gompa – auf deutsch, in der Version, wie wir das von unserer Lehrerin Sylvia Wetzel gelernt haben. Und wir hatten sogar Verstärkung, denn mit Corinna und Jochen Welte waren zwei langjährige BTF-Mitglieder sowie Helkes Mann Peter gleichzeitig mit uns im Kloster. Und was für ein besonderes Erlebnis war es für uns 5, gemeinsam im Tempel für das Wohl aller im Kloster Lebenden singen und beten zu dürfen. Ein unvergesslicher Moment. Denn normalerweise ist es umgekehrt und alle dort beten, rezitieren und singen für das Wohl und das Glück all unserer Mitglieder, Pat*innen und Spender*innen.

Fast zwei Wochen lebten wir in „unserem“ schönen, komfortablen Gästehaus und tauchten in diese Insel der Freundlichkeit und Fröhlichkeit ein. Wir haben mit den Mädchen und Frauen gegessen, den Unterricht besucht, den Pujas beigewohnt, gemeinsam in der Bücherei gelesen, einigen Nonnen das Häkeln beigebracht und wir sind mit ihnen gewandert…oh, war das anstrengend…zumindest für uns. Die Nonnen rannten mit großer Leichtigkeit die 1400 Höhenmeter auf den Gipfel und dann wieder nach unten…unfassbar! Hier einige Impressionen:

Und natürlich hatten wir in unserer Funktion als Vorständinnen auch Aufgaben und fröhliche und konstruktive Gespräche mit Khenpo, Karma, ihrer Tochter Sangkye sowie den verantwortlichen und unterrichtenden Nonnen und den Lehrerinnen.

So sprachen wir u.a. über die notwendigen Wünsche für den Bildungsbereich der Klosterschule. Neben zusätzlicher Grundausstattung (Laptop und Drucker) ist es ein großer Wunsch, in einem Unterrichtsraum ein Smartboard zur Verfügung zu haben, um digital und interaktiv modernen Unterricht zu machen. Da machten wir uns auch gleich bei Karma in der Kailash Bodhi School (KBS) schlau, die sofort anbot, dass sich ihr digitaler Spezialist mit Khenpo und Pasang, der leitenden Lehrerin unserer Klosterschule, dazu austauschen könnte. Auch soll – ebenso wie in der KBS – ein Spiel-/Lernzimmer für die kleinen Nonnen oder die Neuzugänge an Nonnen eingerichtet werden, so dass Lernen auf eine spielerische Art erfolgen kann.

Und wir hatten für die Bibliothek Bücher aus Deutschland mitgebracht und waren mit Khenpo sowie den Lehrerinnern Pasang und Pema in Kathmandu einen Tag Bücher shoppen, denn in den Regalen gab es noch viel Platz.

Jochen, der als Kinderarzt viel Erfahrung mitbringt, hat sich mit Sangkye, die ebenfalls Ärztin ist, ausgetauscht und unser neues Gesundheitszentrum begutachtet. Er meinte, es sei perfekt eingerichtet und ausgestattet, was uns natürlich sehr gefreut hat. Auch hat er uns beraten, wie der Einsatz einer Krankenschwester erfolgen könnte, damit die Gesundheitsversorgung nachhaltig gegeben ist.

Was Khenpo dieses Mal am Allerwichtigsten war: ein Dampfbad für die Nonnen. Warum? Die Menschen im Kloster haben zwar durch die installierten Solaranlagen warmes Wasser zum Duschen, doch es wird im Winter empfindlich kalt und es gibt keine Heizung. In der Folge sind die Nonnen oft erkältet und leiden immer wieder unter Hautkrankheiten. Schon vor zwei Jahren hatte Khenpo das Thema erwähnt und tatsächlich den Bau – finanziert durch Puja-Spenden – vorangetrieben. Doch die Mittel waren ihm ausgegangen…und er wünschte sich unsere Hilfe…daher wollten wir sofort nach unserer Rückkehr eine Spendenaktion anstoßen, um diesem wichtigen Anliegen nachzukommen…. heute, einige Monate später…es hat geklappt 🙂 ! Danke an alle Unterstützerinnen!!! Der Bau schreitet voran und kann hoffentlich vor dem nächsten Winter abgeschlossen werden.

Last but not least: Wie schön, dass Peter, der nicht nur ein ausgewiesener Kompost-Liebhaber ist, sondern diese auch gerne baut, gleich praktisch zur Tat schreiten wollte. So konnten wir einen sehr sinnvollen und nachhaltigen Beitrag direkt vor Ort hinterlassen. Während Helke und ich täglich freudvoll eingespannt waren, hat Peter unermüdlich – in ständiger Absprache mit Khenpo – aus Bambushölzern einen Kompost mit zwei Kammern gebaut und auch gleich eine Schulung durchgeführt, so dass die Küchenabfälle ab sofort nachhaltig entsorgt werden können und als Kompost dann später den Boden und das angebaute Gemüse anreichern werden.

Ich könnte noch viele kleine und große Erlebnisse berichten – wie die schönen Erlebnisse mit unseren Patentöchtern – die unseren Aufenthalt (einmal wieder) unvergesslich gemacht haben.

Doch ich möchte an dieser Stelle einfach nur noch von Herzen „DANKE“ sagen.

An Lama Gondup, Khenpo und Jangchup (meine Tibetisch-Lehrerin :-)). Mit so viel Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit, Humor, Lachen und Dankbarkeit sind wir aufgenommen worden! Und es ist einfach immer wieder unfassbar, welcher wichtigen Aufgabe sie ihr Leben gewidmet haben: den Mädchen und Frauen Liebe, ein sicheres Zuhause und Bildung zu geben. THUK-JE-CHE!!!


Gabriela und Helke (mit Tashi)

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