Unglaublich.

was sich in den ersten Wochen des Jahres 2024 in unserem kleinen Nonnenkloster so alles ereignet  hat.
Wir sitzen vor unserem PC und staunen über die Berichte und Fotos.
Am liebsten wären wir natürlich vor Ort, aber schaut selbst …

Ende Januar  wurde zum ersten Mal seit dem Bestehen unseres Herzensprojektes eine
Studien-Pilgerfahrt  zum Weltkulturerbe Lumbini durchgeführt. Dieser Ort ist für Buddhisten aus allen Traditionen der Welt als Geburtsstätte des historischen Buddha der heiligste Ort der Verehrung.

19 Nonnen und 5 Lehrerinnen starteten um 6 Uhr morgens

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und erreichten nach 12 Stunden Fahrt ihr Ziel (Entfernung ca. 600 km). Die meisten Nonnen übernachteten in einem Tempel, wie das der Brauch ist, einige in einem Gästehaus.
Alle waren unglaublich glücklich und fühlten tiefen, inneren Frieden, wie sie uns
schrieben.

Ab dem 10. Februar wurde für etwa 2 Wochen Losar, das Tibetische Neue Jahr 2151 im Zeichen des Holz-Drachen, gefeiert.
Unter der Leitung von Lama Gondup durften auch die kleinsten Nonnen an der Losar-Puja teilnehmen und bekamen Anweisungen und Hilfe von den etwas älteren.

Uns erreichte stellvertretend für alle Unterstützerinnen und Unterstützer eine Grußkarte

Die sehr anspruchsvolle Mahakala-Puja wurde von den Khenpos und den älteren Nonnen zelebriert, die auch die Tormas (Opfergaben meist aus Butter) angefertigt hatten. Durch die reinigenden und schützenden Kräfte des Dharma-Beschützers, Mahakala, werden Hindernisse des vergangenen Jahres beseitigt, und es wird für viel Glück, Frieden, Harmonie und Reichtum für alle Wesen auf der Welt gebetet.

Der Abschluss der Feierlichkeiten war ein Weihrauchopfer, und hinter dem Tempel wehen wieder neue Gebetsfähnchen.

Am 21. Februar ging es nahtlos über in die jährliche Prüfung „Buddhistische Philosophie“.

Wir alle vom BTF wünschen Ihnen/euch sonnige und wärmende Frühlingstage.

Warum sind Frauen weniger wert als Männer?

Warum gelten Mädchen und Frauen als unrein und dürfen die Küche nicht betreten, wenn sie ihre Menstruation haben? Oder müssen sogar außerhalb des Hauses in einem Bretterverschlag schlafen, da sie niemanden und nichts berühren dürfen? Ist das in Deutschland genauso? Sind Männer und Frauen tatsächlich gleichberechtigt im Westen? Was kann man tun, um diese Ungerechtigkeit zu verändern? Warum werden Mädchen in die Prostitution in Indien verkauft? Was heißt eigentlich Prostitution?

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Ich war berührt, betroffen und auch begeistert über das Interesse, die klugen Fragen und die Offenheit der ungefähr 40 Nonnen, im Alter von 8 bis 28 Jahren. Unsere super engagierte und kreative Lehrerin Pasang hatte mich eingeladen, an 3 Nachmittagen mit ihr gemeinsam das Buch „Kumari and her adventure with her moon cycle“ im Unterricht vorzulesen, über unsere eigenen Erfahrungen zu berichten und Fragen zu beantworten – ich auf Englisch, Pasang anschließend auf Nepali. Ich hatte das Gefühl, hier passiert gerade etwas so Wichtiges: Aufklärungsarbeit in einem Land vieler Tabus, eine sehr reelle Unterstützung für die Mädchen im Alltag – und wie schön, dass wir „interkulturell“ auf viele Unterschiede eingehen konnten. Ich bin sehr dankbar, denn ich habe so viel gelernt, gelacht und hatte auch die ein oder andere Träne in den Augenwinkeln.

Während der Zeit, die ich im November/Dezember wieder in unserem Herzenskloster verbringen durfte, sind wir außerdem einmal quer durch Kathmandu einkaufen gegangen – Bücher! Storybooks, Bilderbücher, Comics, Wissensbücher, Romane – in Englisch und Nepali. Alles, was Pasang, unsere junge Lehrerin Pema und ich sinnvoll und spannend fanden, haben wir für den Beginn einer Bibliothek eingekauft. Wir starten mit einem Regal – doch es gibt auch schon Pläne, wo die Bibliothek entstehen soll.

Und natürlich hatten wir auch einen riesigen Spaß bei der gemeinschaftlichen Zubereitung von leckeren Momos – jede und jeder liebt sie!

Video zum Bild oben

Auch mit dem Thema Nachhaltigkeit, Anbau von eigenem Ost und Gemüse sowie Kompostierung geht es im Kloster weiter: Wir besuchen Krishna und Santos in Taudaha. Beide haben die Kevin Rohan Memorial Eco Foundation gegründet und beraten in Nepal u.a. zu den Themen Nachhaltigkeit, Permakultur, neue Schulformen, Bau von Häusern aus Flaschen, da diese in Nepal nicht recyclet werden, faire Herstellung von Kunsthandwerk und Schmuck. Khenpo, Choying Dolma und ich sind beeindruckt – Krishna möchte im Kloster mit den Nonnen und den dortigen Nachbarn, einen Schulungstag durchführen, um mit dem Thema Kompostierung im Kloster zu starten. Kostenlos! Denn ihm ist es wichtig, dass viele Menschen in Nepal Zugang zu diesem wichtigen Wissen erhalten!

Last but not least: Unsere ersten Gäste reisen an J. Liebevoll haben wir das im September eröffnete Gästehaus für unsere ersten Gäste Markus und Marina vorbereitet. Sieht es nicht einladend aus?

Markus, der den Bau des Gästehauses mit einer großzügigen Spende bedacht hat und Marina, die kontinuierlich den Bereich Bildung und die Gehälter der Lehrerinnen unterstützt, werden von Khenpo und Janchup sehr herzlich begrüßt. Wir alle essen gemeinsam mit den Nonnen, besuchen die Tara-Puja um 5.30 Uhr. Markus interessiert sich für alle Details im Tempel und fotografiert mit großer Begeisterung. Und für Marina, als Mathematiklehrerin, darf auch der Besuch des Mathe- und Computerunterricht nicht fehlen.

Wir freuen uns auf und über weitere Gäste, die in Zukunft im Gästehaus übernachten möchten, um das Leben ihrer Patentöchter und -schwestern kennen zu lernen. Bis dahin wird es dann hoffentlich auch warmes Wasser geben ;-)…im Moment sparen wir noch auf die Solaranlage, die dann das Gästehaus versorgen wird oder wir starten nochmals eine Spendenaktion J.

Zwei sehr aktuelle und dringende Themen: eine der Solaranlagen für die Nonnen ist defekt. Unsere Gäste Markus und Marina sind ganz spontan aktiv geworden, haben ihre Kontakte in Nepal genutzt, so dass wir kurzfristig die Reparatur organisiert bekommen und die Nonnen im anstehenden Winter glücklicherweise wieder warm duschen können. Danke, danke!  

Und als wir realisiert haben, dass die Mädchen und Frauen jede Woche ihre Wäsche von Hand waschen, dachten wir, wir sollten die noch vorhandenen Spenden dafür einzusetzen, dass zumindest eine erste Waschmaschine angeschafft und angeschlossen wird. Denn im Winter, mit kalten Händen und kaltem Wasser Wäsche sauber zu bekommen, ist ja nicht wirklich ein Spaß. Wir freuen uns, dass die Waschmaschine noch vor Weihnachten angeschafft werden kann.

Daher möchten wir an dieser Stelle allen danken, die uns kontinuierlich unterstützen: unseren Mitgliedern, den Patinnen und Paten unserer fast 70 Nonnen und allen Spender*innen, die all das o.g. ermöglichen. Lama Gondup, Khenpo, alle Nonnen und das Team des BTF wünschen von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und im Neuen Jahr Frieden im Miteinander und in der Welt.

Und ich bin dankbar, dass ich dabei sein darf!

Von Herzen,

Gabriela

Die Monate Mai und Juni

waren sehr ereignisreich, darüber wollen wir natürlich auch berichten.

Nach den kurzen Ferien wurden in einer festlichen Feierstunde von Lama Gondup die Zeugnisse und Preise des vergangenen Schuljahres verteilt.

Unsere  Mitgliederversammlung am 26. Juni in Ulm war eine sehr harmonische Veranstaltung mit Neuwahlen des Vorstands, aktuellen Berichten aus dem Kloster und regem Austausch mit den Teilnehmerinnen.

Eine lebendige Präsentation unterstrich den Vorstandsbericht mit Bildern

vom Neubau der „Medical Rooms“, die wir mit einer großzügigen, zweckgebundenen  Nachlassspende auf Wunsch von Lama Gondup errichten können,

von der Umgestaltung und Renovierung eines Klassenzimmers in einen Computerraum, der seiner Vollendung entgegensieht. Die Technik ist schon bestellt,

und der nun endlich voranschreitenden Fertigstellung unseres Gästehauses, das ja wegen Corona und anderen Schwierigkeiten in Nepal mehr als 2 Jahre ruhen musste. Da können wir leider jetzt schon sagen, dass unsere Rücklagen für eine schöne Innenausstattung nicht reichen werden, denn die Preise in Nepal haben sich teilweise verdreifacht. Für eine Spende würden wir uns auch ein Geschenkchen einfallen lassen – vielleicht eine kostenlose Über-nachtung im nächsten Jahr im Gästehaus, oder eine Rolle Tara-Gebetsfähnchen (25 Fähnchen) für den Garten? 

Das neue Schuljahr hat begonnen, und wir haben nun eine 7. Klasse. Alle Schülerinnen haben die Bücher für das neue Schuljahr bekommen und absolvieren z. Zt. die Quartalsprüfungen.

2 Lehrerinnen haben uns verlassen, die Gründe sind Masterstudium und Heirat. Wir sind zuversichtlich, dass sich die Nachfolgerinnen schnell einarbeiten und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen werden.

Zu den 7 neu aufgenommenen Nonnen vom  März haben sich noch weitere 6 Mädchen bei uns eingefunden und um Aufnahme gebeten. Für alle haben wir noch keine Patinnen/Paten gefunden. Bitte hört euch einfach in eurem Bekannten- /Verwandtenkreis um. Die Patenschaften sind für uns und das Kloster die finanzielle Grundlage, um Monat für Monat die auch in Nepal ständig steigenden Kosten decken zu können. 69 Nonnen leben jetzt im KCN an einem sicheren, behüteten Ort. Wir sind dankbar für jede Unterstützung.

Und die 2. Köchin, die 3 Monate bei uns war, hat sich nun doch entschlossen zu heiraten. Zum Glück wurde schnell eine neue Hilfe für Tulsi gefunden.

Unser neues BTF-Team grüßt euch alle ganz herzlich und wünscht euch einen wunderschönen Sommer,

Gabriela, Helke,  Iris, Kerstin

Anm.: Die Bilder werden vergrößert, wenn man auf ein Bild klickt. In einer Galerie kann man mit > oder > blättern und mit x die Galerie wieder schließen.

Es fällt mir sehr schwer

euch diese Nachricht zu schreiben. Leider hat es während des harten Lockdowns
in Nepal, der immer wieder verlängert wurde, nun auch in unserem
kleinen Nonnenkloster einen Covid-19-Ausbruch gegeben. Am schlimmsten ist Lama Gondup betroffen, und auch 7 Nonnen wurden positiv getestet.

Wir haben noch keine genauen Informationen, wissen aber, dass sie ärztlich gut betreut sind und sich innerhalb des Klosters in Quarantäne befinden. Zur Stärkung der Abwehrkräfte wird jetzt bei der Ernährung aller besonderer Wert auf eine vitaminreiche und aufbauende Kost gelegt.

Im Kloster wird auch weiterhin täglich für uns alle gebetet, damit wir gesund durch diese schwierige Zeit kommen.

Gerade jetzt wird die Kraft auch unserer Gebete gebraucht für das Kloster; unser Projekt und für Nepal.

Im Vorstand haben wir überlegt, wie wir jetzt auch finanziell unterstuetzen können. Wir haben die Gehälter für unsere 4 Lehrerinnen für das  2. Halbjahr 2021 im voraus überwiesen und auch die Patenschaftsgelder und Spenden für Gebete und Pujas für Kranke und Verstorbene. So können Khenpo Karma Yeshe und die beiden Nonnen Ani Jangschup und Ani Kalsang Khandro besser planen, denn sie haben nun die ganze Verantwortung. Die Genesung von Lama Gondup wird sicher Monate dauern.

Die Kosten für den Unterhalt des Klosters steigen staendig. Dazu kommen jetzt noch die Arztbesuche, Tests, Medikamente usw.

Im Hinblick auf diese Ausnahmesituation bitten wir euch herzlich um zusaetzliche finanzielle Unterstützung, soweit das für euch möglich ist. Vielen Dank.

Bleibt behütet und gesund und habt einen schönen Sommer!

Iris Fricke

Wir sind in Sorge

wegen der traurigen Nachrichten aus Indien, die sich sofort auch auf das kleine Nachbarland Nepal auswirken. Wir verfolgen die Entwicklung in der Presse. (https://www.nepalitimes.com/nt/latest/) Nach  dem 1. Shutdown hatte Nepal die Reisebeschränkungen im März gelockert bzw. ganz aufgehoben. Die Schulen wurden geöffnet und die Nepalis feierten in den Bars in Thamel. Die Wanderarbeiter kehrten an ihre Arbeitsplätze in den Emiraten und in Indien zurück.

Seit Tagen steigen in Nepal die Corona-Infektionszahlen und die Todesfälle, und die Regierung verhängte einen harten Lockdown über immer mehr Regionen, der nun bis zum 31.. Mai verlängert wurde. Da die Grenze zu Indien offen ist, fliehen jetzt wieder viele Nepalis aus Indien in ihre Heimatorte – der Grund für die rasante Ausbreitung des Virus.

Die Nachrichten aus dem Nonnenkloster Kunsang Choling sind gut, alle Bewohnerinnen und Bewohner sind gesund. Wir vertrauen auf das Verantwortungsgefühl von Lama Gondup, Khenpo und auch der älteren Nonnen, die sich besonders um das Wohlergehen der Jüngeren kümmern. Besonders berührt uns, dass wir in Nachrichten aus dem Kloster immer gebeten werden, besonders auf uns zu achten. Es werden jeden Morgen und Abend Gebete für das Wohlergehen aller Unterstützerinnen und Unterstützer gesprochen.

Unsere 4 Lehrerinnen waren im April ein weiteres Jahr bei uns tätig. Die Headnun überreichte ihnen den Bonus von je 50 € mit unserem herzlichen Dank.

Die Mädchen bereiten sich auf die anstehenden Prüfungen vor.

Deshalb findet kein regulaerer Unterricht statt, denn das Schuljahr ist abgeschlossen. Wann die Prüfungen stattfinden können, richtet sich nach dem Lehrplan der Kailash Bodhi School.

Die älteren Nonnen und die Köchinnen kümmern sich um den Garten. Sie pflegen die Blumen, säen und pflanzen Getreide, Gemüse und Salat.

Wir freuen uns einfach immer über die Bilder, die uns zeigen, dass der Alltag in der Gemeinschaft Fröhlichkeit und Zufriedenheit ausstrahlt.

Herzliche Grüße und viele gute Wünsche!

Iris und das aktive Team des BTF

Wichtige Ereignisse

Am 22. Januar starteten die jährlichen Prüfungen in Buddhistischer Philosophie und der tibetischen Sprache in Wort und Schrift.

Es werden Opfergaben für die Mahakala-Puja gefertigt und Khapse, das traditionelle tibetische Gebäck für das Tibetische Neujahrsfest (Losar), gebacken.

Am 10. Februar wurde die Mahakala-Puja zelebriert. Traditionell stehen die Rituale für die Reinigung des alten Jahres von Hindernissen und sollen positive Energie für das neue Jahr schaffen. Die Nonnen widmeten dieses wichtige Ritual der Gesundheit aller Menschen, besonders ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer, und dem Weltfrieden.

Den Abschluss dieses Rituals bildete eine Feuer-Puja

Vom 12. – 14. Februar wurde Losar gefeiert und das Jahr des Ochsen im Element Metall begrüßt.

Jahre des Ochsen gelten als Jahre, in denen sich alles zum Besseren wendet. Sie sind geprägt von Stabilität, wiederhergestellter Ordnung, dem Überwinden von Schwierigkeiten und für Frieden.

Das Metall-Element ist das Element des Willens, des Mutes und der Ausdauer.

Die stoische Ruhe und Stabilität des Ochsen und die Kraft des Metalls vereinigen sich zu einem Jahr des eisernen Willens und der Veränderung hin zu Ordnung, Stabilität und Frieden.

Ein Jahr also, das nach den schwierigen Monaten sehnlichst erwartet wird.

Wir alle vom BTF wünschen Ihnen/euch weiterhin Geduld, Zuversicht und Gesundheit.

Glück und Gesundheit für 2021

wünschen Lama Gondup und die Nonnen vom KCN

Lama Gondup schrieb in einem Brief:
„Hopefully you are safe and healthy in this critical time of pandemic. We are also keeping ourselves in good health and spirit. You are included in our prayers morning and evening, every day.
And also pray hard that soon the world get relief from the pandemic and may there be health, happiness and peace in the world.
The first and foremost thing I am happy to share is inspite of pandemic and so many infected people around, the nuns are save and none of them got the infection. I find no words to thank you for the continuous support you have been providing us since years in any situation.“

Diesen Worten schließen wir uns gerne an.
Auch wir wünschen Ihnen/euch allen Geduld, Kraft, Vertrauen und Zuversicht und alles Gute für das Jahr 2021

Iris, Ursel, Kerstin und das
erweiterte BTF-Team

Übersetzung:
„Hoffentlich sind Sie in dieser kritischen Zeit der Pandemie sicher und gesund. Auch wir halten uns in guter Gesundheit und gutem Geist. Sie sind in unsere Gebete eingeschlossen, morgens und abends, jeden Tag.
Wir beten auch kraftvoll dafür, dass die Welt bald von der Pandemie befreit wird und dass es Gesundheit, Glück und Frieden auf der Welt geben möge.
Das Erste und Wichtigste, worüber ich mich freue, ist, dass trotz der Pandemie und so vieler infizierter Menschen die Nonnen  sicher sind und keine von ihnen die Infektion bekommen hat. Ich finde keine Worte, um Ihnen für die kontinuierliche Unterstützung zu danken, die Sie uns seit Jahren in jeder Situation zukommen lassen.“

Seit unserer letzten Nachricht

sind mehr als 4 Monate vergangen. Nepal leidet unter Corona. Eine Freundin schrieb mir:„Die Menschen in Nepal leben mit dem Virus. Sie haben keine Zeit, darüber nachzudenken, sie müssen arbeiten, um zu überleben.“

In dieser schwierigen Zeit sind für uns die Nachrichten aus unserer Klosterschule ein Lichtblick, den wir gerne mit euch teilen.

Von den 6 Mädchen, die zu Beginn der Pandemie von ihren Eltern abgeholt wurden, sind 3 wieder zurückgekommen. Sie mussten 2 Wochen in Quarantäne und hatten in dieser Zeit nur mit jeweils einer Nonne Kontakt, die das Essen brachte und die Hausaufgaben erklärte.

Der Unterricht in tibetischer Sprache und buddhistischer Philosophie findet live statt.

Ein Mönch aus dem Shechen-Kloster lebt ständig im Kloster, und vier unserer senior nuns unterrichten die unteren Klassenstufen.

Wir dachten nicht  im Traum daran, dass unser Vorschlag, Online-Unterricht zu versuchen, so freudig angenommen und umgesetzt wurde. Alle 4 Lehrerinnen unterrichten seit mehr als 4 Monate von zuhause aus, und die Schülerinnen sind begeistert und eifrig dabei. Dieses Medium wird uns im nächsten Jahr noch mehr beschäftigen und finanziellen Einsatz fordern.

Unser Gästehaus wartet jetzt auf die Fertigstellung. Lama Gondup kümmert sich persönlich darum, dass einmal wöchentlich Fenster und Türen geöffnet und vom Staub befreit werden. Gerne hätten wir uns persönlich vor Ort um die Innenausstattung gekümmert. Nun müssen wir dafür eine andere Lösung finden und hoffen, dass wir das Gästehaus im Sommer 2021 übergeben können.

Das Bautagebuch findet ihr hier: Bautagebuch und mehr auch im Projekt Gästehaus

Der Monsun hat keine nennenswerten Schäden angerichtet. Alles wächst und gedeiht prächtig.
Die Avocadobäumchen werden schon richtige Bäume.

Einige ältere Nonnen kümmern sich um den Garten und ernten Salat, Gemüse und Kräuter-

Die jüngeren Mädchen spielen, wann immer es möglich ist, im Freien. Seilhüpfen und Federball sind Favoriten.

Die Treppenstufen und Baumscheiben werden mit Blumen geschmückt.

Dass in unserem kleinen Nonnenkloster alle gesund sind und diese schwierige
Zeit unbeschwert verbringen können, haben wir eurer Unterstützung zu verdanken.
Die Mädchen und Frauen beten jeden Tag morgens und abends für alle Unter-
stützerinnen und Unterstützer und dass die Pandemie bald vorüber sein möge.

Habt eine schöne und friedliche Vorweihnachtszeit!

Iris, Ursel und Kerstin


Und wie immer: Wenn Du auf ein Foto klickst, dann wird dieses groß dargestellt und innerhalt einer Galerie kannst Du auch zwischen den Bilder blättern mit > oder < . Zum Beenden einfach auf das kleine x oben rechts klicken.

Online-Unterricht ist auch bei uns angekommen

Nach dem landesweiten Lockdown in Nepal am 20. März machten wir uns viele Gedanken, wie wir KCN gezielt unterstützen könnten. Von Karma Chozom, der Leiterin der Kailash Bodhi School mit etwa 900 Schülern, erfuhren wir, dass sie sofort den Online-Unterricht eingeführt hat. Unser Vorschlag, zu überprüfen, ob das nicht auch eine Option für unser Kloster wäre, wurde sowohl von Lama Gondup und Khenpo als auch von den Lehrerinnen und Nonnen begeistert aufgenommen.

Der 1. Versuch startete mit dem einzigen PC aus dem Büro von Khenpo.

Der nächste Schritt war, zu klären, ob das WLAN für eine Ausweitung ausreicht. Nachdem Ende Juni der Lockdown etwas gelockert wurde, konnte die entsprechende Technik montiert werden. Khenpo schrieb dazu: „Wir konnten gute neue Internetvorrichtungen für den Unterrricht beschaffen, nachdem wir uns von einem Techniker des Nepali WLAN Broadband Internet Service beraten ließen, wie wir es verbessern können. Es ist sehr gut.“

Und die nötigsten Geräte wurden angeschafft. Wir konnten dafür und für zukünftige Investitionen zweckgebunden 5000 € überweisen. Nun sind wir gespannt, was in Nepal mit diesem Betrag möglich ist. Hierfür ein herzliches Dankeschön an alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer, die das möglich gemacht haben.

Für uns war selbstverständlich, dass unsere 4 Lehrerinnen auch während des Lockdowns ihr Gehalt bekommen sollten. Das wurde ihnen mit unserem Dankeschön
In einer kleinen Zeremonie von Lama Gondup überreicht, einschließlich eines Bonus von 50 € für 1 Jahr sehr motivierten Unterrichts.

Große Freude, dass der Unterricht wieder stattfinden kann.

Nicht nur wir alle vom BTF, sondern auch die Nonnen bedanken sich für diese neuen, spannenden Möglichkeiten des Unterrichts. Auch in diesem Bereich gibt es sicher in Zukunft noch viel zu tun.

Herzliche Sommergrüße
Iris, Kerstin und Ursel

 

 

 

 

 

Saga Dawa in Corona-Zeiten

Die tibetischen Buddhisten feiern im Juni Saga Dawa, das wichtigste Fest im tibetischen Kalender. Sie erinnern an Shakyamuni Buddhas Geburt, Erleuchtung und seinen Eintritt ins Parinirvana. Die Festlichkeiten können einige Tage bis mehrere Wochen dauern.

Corona hat unseren Plan, Saga Dawa gemeinsam mit Lama Gondup, Khenpo Karma Yeshe und allen Nonnen im Kloster Kunsang Choling zu feiern, durchkreuzt.

Das Gästehaus ist ja fast fertig. Wir wollten noch unsere Ideen für die Innenausstattung einbringen und dann sollte es eingeweiht und den Nonnen übergeben werden.

Im Kloster Kunsang Choling dauerten die Feierlichkeiten 3 Tage. Alle Unterstützer und natürlich besonders auch die Menschen, die unter dem Virus leiden oder ihr Leben verloren haben, waren immer in die Rituale und Gebete eingeschlossen.

Auch wir können nur hoffen und beten, dass Nepal die Pandemie bald in den Griff bekommt. Im Augenblick leiden die Menschen unter Hunger und Armut als Folge des immer wieder um weitere 2 Wochen verlängerten Lockdowns und unter Ängsten wegen der täglich steigenden Zahlen an Infizierten und Toten.

Danke, wenn auch Sie/ihr KCN in eure Gedanken einschließt.

Iris, Kerstin und Ursel